Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen · Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona KdöR

Das mennoFORUM

Das mennoForum ist eine Podiumsdiskussionsreihe, die von der Mennonitengemeinde in Altona in Kooperation mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF), der Universität Hamburg, veranstaltet wird.

mennoFORUM Hamburg Katharina Fegebank, Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Fernando Enns mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg Prof. Fernando Enns, mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg

Informative Diskussionen

Unserer mennonitischen Identität als Friedenskirche folgend, öffnet das mennoFORUM einen Raum der Begegnung und des Dialogs. Aktuelle, gesellschaftsrelevante Herausforderungen sollen hier zur Sprache kommen und aus politischen und friedensethischen Perspektiven erörtert werden.

Hierzu laden wir Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen ein – aus dem universitären, kirchlichen und gesellschaftspolitischen Bereich. Sie ermöglichen uns ein informiertes Diskutieren. Zusätzlich wird jeweils ein praktisches Beispiel gelingender Friedensbildung vorgestellt.

Eingeladen sind alle Interessierten. Meinungsbildung und Identitätsstärkung kann nur in der Auseinandersetzung mit anderen gelingen.

Vor und nach der konzentrierten Information und Diskussion bietet sich Gelegenheit zu persönlichem Austausch bei Brot, Suppe und Wein.

mennoFORUM aktuell

Themenreihe 2018/2019

Neuer – Alter? – Rassismus

mennoFORUM #20
Rassismus und Populismus – Einflüsse in Sprache und Medien

Freitag, 25. Januar 2019, ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg

Sprache formt Wirklichkeit! Sie bietet damit auch die Möglichkeit, diese Wirklichkeit politisch zu gestalten. Denn Politik wird durch Worte und über Sprache gemacht.
Mit dem Einzug rechtspopulistischer Parteien in europäische Parlamente hat sich der Ton der Debatten auch in Deutschland nicht nur im Bundestag verschärft. Populistisches Sprechen schürt Angst, grenzt aus und homogenisiert die Vielfalt der Interessen und Ideen. Typisch ist auch, dass die Sprecher zwischen einem „Wir“ und einem „Ihr“ unterscheiden: „Wir hier unten und die da oben“. Oder: „Wir versus die anderen.“ Damit richtet man sich gegen verschiedene Gruppen: gegen andere ethnische Gruppen, gegen Politiker und Politik allgemein, gegen Eliten, gegen Intellektuelle, gegen Institutionen u.s.w.

Wenn sich die AfD etwa auf den Willen des Volkes oder den gesunden Menschenverstand beruft, behauptet sie damit, dass man nicht mehr weiter diskutieren muss und beendet damit das Gespräch. Demokratie aber funktioniert, indem wir ständig verhandeln, im Dialog sind, verschiedene Interessen berücksichtigen und zu Lösungen kommen, die nie ohne Widerspruch bleiben.

Der von den Nazis verfolgte jüdische Romanist Victor Klemperer, der nach dem Zweiten Weltkrieg seine Abhandlung „Sprache des Dritten Reiches“ („Lingua tertii imperii“) publizierte, bemerkte, dass Wörter wie winzige Arsendosen wirken können: „Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“

Mit unseres Gästen wollen wir diskutieren, wie Sprache den neuen Rassismus schürt, bzw. was dagegen zu tun ist. Das Praxisbeispiel kommt aus dem Sport.

>> Download Programmflyer mennoFORUM-20

Es diskutieren u. a.

  • Kübra Gümüsay
    Journalistin, Bloggerin und Netzaktivistin
  • Prof. Dr. Marianne Pieper
    Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,
    Universität Hamburg
  • Tahir Della
    Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.
  • Mit Praxisbeispiel
    Ruben Castro
    Africa United Sports Club in Hamburg

Moderation:
Prof. Dr. Fernando Enns
Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen, Universität Hamburg

Programm:
18:00 Uhr Ankommen, kleiner Imbiss
19:00 Uhr Thematischer Einstieg und Diskussion
21:00 Uhr Ausklang bei Brot und Wein

 

Das mennoFORUM-Archiv

Unsere Themen der vergangenen Jahre

 

Mennoniten stellen sich vor

Kirche der Mennonitengemeinde in Hamburg

Unsere Kirche steht in Altona-Nord und ist seit 1915 Heimat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona K.d.ö.R. Die Mennonitengemeinde gibt es seit 1601 in Altona. Unsere etwa 400 getauften (erwachsenen) Gemeindeglieder leben in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die Mennonitengemeinde gehört der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden K.d.ö.R. an, die Gründungsmitglied des ökumenischen Rates der Kirchen (öRK) ist.

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Was uns Mennoniten ausmacht

  • Mennoniten sind eine Kirche der Reformation, hervorgegangen aus der Täuferbewegung im 16. Jahrhundert
  • Mennoniten werden zu den historischen Friedenskirchen gezählt, weil sie Gewalt grundsätzlich ablehnen und sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen
  • Mennoniten praktizieren die Erwachsenentaufe, weil sie die freiwillige Entscheidung und Verantwortung der Einzelnen respektieren wollen
  • Mennoniten verstehen Kirche zuerst als bekennende und gelebte Gemeinschaft der Gläubigen – im Dialog mit anderen
  • Die versammelte Gemeinde ist das wichtigste, entscheidungsgebende Organ – in allen Belangen

Ausführliche wissenschaftliche Artikel zu verschiedenen Themen mennonitischer Geschichte und Theologie finden Sie im Mennonitisches Lexikon (www.mennlex.de).

Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen

Theologie nach mennonitischem Verständnis ist nicht beschränkt auf die wissenschaftliche Disziplin, sondern immer auch Teil des kirchlichen Lebens. Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF) organisiert neben der Friedensforschung und der Ausbildung von PastorInnen und ReligionslehrerInnen Gastvorträge und Studientage, um Friedenstheologie und -ethik in einem internationalen Netzwerk von Instituten und Kirchen weiter zu entwickeln und Praxisfeldern auszusetzen.

Die ATF wurde 2006 gegründet und in den Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg integriert. Seit 2011 wird sie von der Förderstiftung der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) finanziert, unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg sowie dem Freundeskreis Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (Kontakt: Dr. Sigrid Wiebe, Windmühlenweg 42, 22607 Hamburg, Tel. 040 - 82 17 29)

Team ATF

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der ATF
Dipl. Theol. Julia Freund, wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Kontakt

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