Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen · Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona KdöR

Das mennoFORUM

Das mennoForum ist eine Podiumsdiskussionsreihe, die von der Mennonitengemeinde in Altona in Kooperation mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF), der Universität Hamburg, veranstaltet wird.

mennoFORUM Hamburg Katharina Fegebank, Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Fernando Enns mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg Prof. Fernando Enns, mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg mennoFORUM-Hamburg

Informative Diskussionen

Unserer mennonitischen Identität als Friedenskirche folgend, öffnet das mennoFORUM einen Raum der Begegnung und des Dialogs. Aktuelle, gesellschaftsrelevante Herausforderungen sollen hier zur Sprache kommen und aus politischen und friedensethischen Perspektiven erörtert werden.

Hierzu laden wir Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen ein – aus dem universitären, kirchlichen und gesellschaftspolitischen Bereich. Sie ermöglichen uns ein informiertes Diskutieren. Zusätzlich wird jeweils ein praktisches Beispiel gelingender Friedensbildung vorgestellt.

Eingeladen sind alle Interessierten. Meinungsbildung und Identitätsstärkung kann nur in der Auseinandersetzung mit anderen gelingen.

Vor und nach der konzentrierten Information und Diskussion bietet sich Gelegenheit zu persönlichem Austausch bei Brot, Suppe und Wein.

mennoFORUM aktuell

Themenreihe 2017/2018

"Sicherheit!" - zu welchem Preis?

Das Bedürfnis nach Sicherheit und die Grundrechte im Widerstreit

Terroranschläge in europäischen Großstädten, aber auch Randalierer wie zuletzt beim G20-Gipfel in Hamburg erschüttern unser Sicherheitsgefühl. Zur jeweiligen Schockwelle der Reaktionen gehört eine Diskussion über die Verschärfung von Gesetzen und eine Einschränkung von Freiheiten, die damit meist einhergeht. Sicherheit hat ihren Preis! Welche Freiheitsrechte sind wir bereit zugunsten von vermeintlich höherer Sicherheit zur Disposition zu stellen?

Seit den Anschlägen in New York 2001 wird über ein „verändertes Sicherheitsbedürfnis“ und einen „erweiterten Sicherheitsbegriff“ diskutiert. Ein „Grundrecht auf Sicherheit“ (Josef Isensee, Staatsrechtler) wird formuliert, um das Dilemma zwischen Sicherheit und Freiheit auszuloten. Unser Grundgesetz formuliert ein solches Grundrecht allerdings nicht ausdrücklich. Doch ist man sich einig, dass die Gewährleistung von Sicherheit eine Aufgabe des Staates ist.

Im Bereich der „Äußeren Sicherheit“ wird von den Vereinten Nationen das Konzept der „menschlichen Sicherheit“ als vorrangiges Ziel gegenüber der „nationalen Sicherheit“ hervorgehoben. Aber die Nationalstaaten sperren sich gegen die damit einhergehende Einschränkung ihrer nationalen Souveränität.

Dietrich Bonhoeffer formulierte 1934: „Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit“. Die Zeugnisse des Neuen Testaments nicht die securitas hervor, sondern betonen die certitudo: die Gewissheit, dass Gott selbst für die „Lilien auf dem Felde“ sorgt (Mt 6,28). Und der Mensch wird gerade in seiner Verwundbarkeit und Verletzlichkeit als Schöpfung Gottes wahrgenommen. – Bietet das Orientierung in der Abwägung?

Am zweiten Abend dieser Reihe wollen wir uns auf den Bereich der „Äußeren Sicherheit“ konzentrieren. Welche „Grundlagen deutscher Sicherheitspolitik“ hat die Bundesregierung in ihrem Weißbuch 2016 formuliert? Welche Ziele verfolgt das Auswärtige Amt mit dem Arbeitsstab „Friedensverantwortung der Religionen?“ Und ist das kompatibel – oder folgen die Religionen einer ganz anderen Logik?

mennoFORUM #17
„Äußere Sicherheit!“ – wird so Frieden?

Freitag, 24. November 2017, ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg

>> Download Programmflyer

Es diskutieren u. a.

  • Dr. Silke Lechner
    Stellvertretende Leiterin des Arbeitsstabes
    Friedensverantwortung der Religionen, Auswärtiges Amt, Berlin
  • Dr. Andreas Berns
    Dozent für „Vernetzte Sicherheit“ und Wissenschaftlicher Direktor an der Führungsakademie der Bundeswehr hier in Hamburg
  • Dr. Wieland Schinkenburg
    Mitglied des Deutschen Bundestages für die FDP  
  • Marius van Hoogstraten
    Doktorand an der Akademie der Weltreligionen der Universität
    Hamburg, Prediger in der Mennonitengemeinde Berlin
  • Mit Praxisbeispiel
    Axel Richter, Künstlerischer Leiter KunstHaus am Schüberg
    „Hamburger gegen Export von Gewalt“

Moderation:
Prof. Dr. Fernando Enns, Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen, Universität Hamburg

Programm:
18:00 Uhr Ankommen, kleiner Imbiss
19:00 Uhr Thematischer Einstieg und Diskussion
21:00 Uhr Ausklang bei Brot und Wein

Das mennoFORUM-Archiv

Unsere Themen der vergangenen Jahre

 

Mennoniten stellen sich vor

Kirche der Mennonitengemeinde in Hamburg

Unsere Kirche steht in Altona-Nord und ist seit 1915 Heimat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona K.d.ö.R. Die Mennonitengemeinde gibt es seit 1601 in Altona. Unsere etwa 400 getauften (erwachsenen) Gemeindeglieder leben in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die Mennonitengemeinde gehört der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden K.d.ö.R. an, die Gründungsmitglied des ökumenischen Rates der Kirchen (öRK) ist.

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Was uns Mennoniten ausmacht

  • Mennoniten sind eine Kirche der Reformation, hervorgegangen aus der Täuferbewegung im 16. Jahrhundert
  • Mennoniten werden zu den historischen Friedenskirchen gezählt, weil sie Gewalt grundsätzlich ablehnen und sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen
  • Mennoniten praktizieren die Erwachsenentaufe, weil sie die freiwillige Entscheidung und Verantwortung der Einzelnen respektieren wollen
  • Mennoniten verstehen Kirche zuerst als bekennende und gelebte Gemeinschaft der Gläubigen – im Dialog mit anderen
  • Die versammelte Gemeinde ist das wichtigste, entscheidungsgebende Organ – in allen Belangen

Ausführliche wissenschaftliche Artikel zu verschiedenen Themen mennonitischer Geschichte und Theologie finden Sie im Mennonitisches Lexikon (www.mennlex.de).

Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen

Theologie nach mennonitischem Verständnis ist nicht beschränkt auf die wissenschaftliche Disziplin, sondern immer auch Teil des kirchlichen Lebens. Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF) organisiert neben der Friedensforschung und der Ausbildung von PastorInnen und ReligionslehrerInnen Gastvorträge und Studientage, um Friedenstheologie und -ethik in einem internationalen Netzwerk von Instituten und Kirchen weiter zu entwickeln und Praxisfeldern auszusetzen.

Die ATF wurde 2006 gegründet und in den Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg integriert. Seit 2011 wird sie von der Förderstiftung der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) finanziert, unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg sowie dem Freundeskreis Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (Kontakt: Dr. Sigrid Wiebe, Windmühlenweg 42, 22607 Hamburg, Tel. 040 - 82 17 29)

Team ATF

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der ATF
Dipl. Theol. Julia Freund, wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Kontakt

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