Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen · Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona KdöR

Das mennoFORUM

Das mennoForum ist eine Podiumsdiskussionsreihe, die von der Mennonitengemeinde in Altona in Kooperation mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF) der Universität Hamburg, veranstaltet wird.

Alle Veranstaltungen werden über den YouTube-Kanal des mennoFORUM live gestreamt.

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Informative Diskussionen

Unserer mennonitischen Identität als Friedenskirche folgend, öffnet das mennoFORUM einen Raum der Begegnung und des Dialogs. Aktuelle, gesellschaftsrelevante Herausforderungen sollen hier zur Sprache kommen und aus politischen und friedensethischen Perspektiven erörtert werden.

Hierzu laden wir Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen ein – aus dem universitären, kirchlichen und gesellschaftspolitischen Bereich. Sie ermöglichen uns ein informiertes Diskutieren. Zusätzlich wird jeweils ein praktisches Beispiel gelingender Friedensbildung vorgestellt.

Eingeladen sind alle Interessierten. Meinungsbildung und Identitätsstärkung kann nur in der Auseinandersetzung mit anderen gelingen.

Vor und nach der konzentrierten Information und Diskussion bietet sich Gelegenheit zu persönlichem Austausch bei Brot, Suppe und Wein.

Alle Veranstaltungen finden in der Mennonitenkirche, Mennonitenstr. 20, 22769 Hamburg statt – vorbehaltlich evtl. Corona-Beschränkungen.

Wegen begrenzter Teilnehmenden-Zahl wird um Anmeldung in der Mennonitengemeinde Hamburg gebeten unter:

kontakt@mennoniten-hh.de
Tel: 040 – 857 112

Alle Veranstaltungen werden über den YouTube-Kanal des mennoFORUM live gestreamt.

 

mennoFORUM aktuell

Themenreihe 2020 / 20201

30 Jahre Deutsche Einheit –
Verschiedene Narrative – Gemeinsame Analyse

Im dreißigsten Jahr der Deutschen Einheit wollen wir das Gelungene erinnern, enttäuschte Erwartungen benennen und gegenwärtige sowie zukünftige Herausforderungen in dem andauernden Prozess des Zusammenwachens Deutschlands und Europas analysieren. Welche Narrative prägen uns und unsere Identitäten, welche Geschichten werden in den Feuilletons, an den Stamm- und Küchentischen erzählt, welche Stereotypen und Zuschreibungen werden gepflegt und weitergetragen? Auch dreißig Jahre nach der Deutschen Einheit sind Ostdeutsche in Spitzenpositionen in Staat, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Kultur unterrepräsentiert.

Innerhalb dieser Debatten wird häufig aus dem Blick verloren, dass die Deutsche Einheit eine Folge der Friedlichen Revolution in Ostdeutschland und der emanzipatorischen Bürgerbewegungen in Ost- und Mitteleuropa war. Dieses Erbe mit dem wirkmächtigen Ruf „Keine Gewalt“ gilt es zu erinnern.

Mit Expert*innen und Zeitzeug*innen aus Wissenschaft, Kirche, Journalismus sowie der politischen Bildung wollen wir uns gemeinsam auf Spurensuche begeben und Antworten auf die Fragen suchen, was gelungen und was versäumt worden ist, wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich im Vergleich mit anderen Transformationsgesellschaften zeigen. Wir brauchen eine solche Debatte, weil es um Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit geht – Werte, für die nicht nur die Friedenskirchen in der Gesellschaft einstehen.

3. bis 11. Oktober 2020 – Ausstellung

„Leben in Grenzen – Mennoniten in der DDR“
Auf
Tafeln, mit Exponaten, Filmen und Audiobeiträgen wird die wechselhafte
Geschichte der Mennoniten in der SBZ und der DDR in einer von Bernhard
Thiessen erarbeiteten Ausstellung gezeigt.

Eröffnung der Ausstellung: 3. Oktober 2020, 16.00 Uhr
Die Eröffnungsveranstaltung wird über YouTube live gestreamt werden – der Link ist zu finden über www.mennoniten-ddr.de
Weitere Führungen: 6., 8., 9., 10., 11. Oktober jeweils um 16.00 Uhr.

 

3. Oktober 2020, 19.00 Uhr
30 Jahre Deutsche Einheit – Verweigerung – Gestaltung –
Anpassung: Mennoniten in der DDR

20. November 2020, 19.00 Uhr
30 Jahre Deutsche Einheit – Träume, Visionen, Enttäuschungen
Entfällt aufgrund der Corona-Beschränkungen!

22. Januar 2021 19.00 Uhr
30 Jahre Deutsche Einheit – Identität und Sprache

12. Februar 2021 19.00 Uhr
30 Jahre Deutsche Einheit – Rechte Bewegungen in Ost- und
Mitteleuropa. Postkommunistische Gesellschaften im Vergleich.

>> Download Programmflyer mennoFORUM #22

KlimaFrieden – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 10. Januar 2020, ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg

Dr. Marius van Hoogstraaten, neuer Pastor der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona, begrüsste ca. 70 Menschen, die sich zum Thema KlimaFrieden in der Mennonitenkirche versammelt hatten. Kooperationspartner dieser Veranstaltung im Rahmen des mennoForums Klimawandel war die Arbeitsstelle für Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg. Deren Engagement und Kompetenz in der Friedensforschung, verbunden mit dem hoffnungsvollen Ansatz der Mennoniten betonte Prof. Fernando Enns, der die Podiumsdiskussion auch moderierte.

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht ist, konnte Prof. Dr. Jürgen Scheffran von der Arbeitsgruppe Integrative Geographie der Universität Hamburg durch eine Auswertung der aktuellen Daten belegen. In Bezug auf die Verknüpfung zwischen Umwelt und Frieden/Krisen kann die durch Klimawandel nicht mehr sichergestellte Wasser- und Nahrungsmittelversorgung, können Wetterextreme und Fluchtbewegungen die Anpassungsmöglichkeiten der Menschen überfordern und zu Gewalt führen. Hier sollte die Bereitstellung natürlicher Ressourcen vonseiten der Menschen auf Bewahrung ausgerichtet sein. Daraus könne ein Gleichgewicht in Bezug auf die Ressourcenquellen (Bewahrung), die Machtprozesse (Gerechtigkeit), die Politik (Solidarität), die Verbesserung der Effizienz und die menschlichen Bedürfnisse gewonnen werden, um Frieden zwischen Mensch und Natur zu schaffen. So erfüllte Scheffran das Anliegen der meisten Versammelten, das sie in einer kurzen Meinungsäußerung am Anfang kundgetan hatten: „Ich bin heute Abend hier, weil ich den Zusammenhang von Klimawandel und Friedensbildung besser verstehen will.“

Auf das Podium traten zur Diskussion die Umweltpsychologin Dr. Stefanie Baasch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit der Universität Bremen, und Sam Schamp von der Bewegung „extinction rebellion“ (engl.: Rebellion gegen das Aussterben). Frau Baasch wies darauf hin, dass wir den Klimawandel nicht sensorisch wahrnehmen können und es sich um ein so komplexes Thema handelt, dass es Angst mache. Dies fordere die Verdrängung durch die Menschen heraus, v.a., weil ihr eigenes Verhalten ihnen Schuldgefühle bereite. Strategien sind dann Verleugnung, Informationen werden nur selektiv wahrgenommen, und es bestehe eine Tendenz, Änderungen zu meiden. Zur Illustration hatte sich bei der Eingangsbefragung eine große Mehrheit positiv zu der Feststellung „Der Klimawandel macht mir Angst“ und deutlich weniger zu „Ich habe in meinem Alltagsleben schon Dinge verändert aufgrund des Klimawandels“ geäußert.

Ferner wurde im Podiumsgespräch hervorgehoben, dass sowohl der Klimawandel als ein Faktor Konflikte mitverursache, als auch Konflikte den Klimawandel beeinflussen. Viele, die wirtschaftlich noch nicht profitiert haben und keinen sozialen Ausgleich erlebt haben, halten an fossiler Energie fest. So stehen die Menschen gegeneinander, ebenso im demonstrativen Konsum. Aber nützt Konsumverzicht etwas? Baasch meint durchaus, dass eine sichtbare Änderung das soziale Umfeld beeinflusse, zu einer Änderung der Normen führen könne und zu einem Wertewandel. So ist das Individuum auch wichtig und das eigene Handeln am leichtesten zugänglich.
Hier nun wies Eva Maria Neff, eine Aktivistin der „less waste“ – Bewegung, in ihren Praxisbeispielen nach, dass Verzicht auch Gewinn bedeuten könne, wenn man sich nach den Maximen refuse (ablehnen), reduce (Bestand minimieren/gebraucht kaufen), mehrfach nutzen, recycle (Mülltrennung) und rott (Kompostieren) richte.

Anschließend verdeutlichten Diskussionsbeiträge Anreize der Politik, etwa finanzieller oder bildungspolitischer Art. Was wird subventioniert mit unseren Steuern? Es gelte, den alten Weg zu erschweren und den neuen leichter zu machen. Ein imperialer Impetus in Bezug auf afrikanische Länder beispielsweise dürfe daraus nicht abgeleitet werden. Fortschritt musste immer gegen Widerstände durchgesetzt werden (Ende der Sklaverei, Ende FCKW in Kühlschränken etc.). Extinction rebellion will mit zivilem Ungehorsam Druck auf die Politik ausüben.

Prof. Scherran und Schamp wiesen abschließend darauf hin, dass Klimafrieden häufig mit sozialem Frieden auftrete, die Psychologin Baasch sprach das „mit sich selbst im Frieden leben“ an.

Doris Franzbach – ATF

>> Download Programmflyer mennoFORUM #21

KlimaGerechtigkeit – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 29. November 2019 in der Mennonitenkirche Hamburg

Am 29.11.19 fand das erste mennoForum des Wintersemesters 2019/2020 in der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona statt. Klimagerechtigkeit, hierzu wurde an diesem Abend gemeinsam mit der SPD Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, Dr. Judith Meyer-Kars von der Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche und Rebecca Froese vom Institut für Umweltwissenschaften und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an Universität Koblenz-Landau diskutiert, die Moderation übernahm Fernando Enns. Den ungefähr 60 Gästen wurde nach einer Begrüßung durch Pastor Markus Hentschel zunächst ein spannender Vortrag von Rebecca Froese zum Thema Klimagerechtigkeit geboten, der nicht nur die verschiedenen Ebenen von Klimagerechtigkeit wie zum Beispiel die Frage nach intergenerationeller Gerechtigkeit oder der Relevanz der Klimagerechtigkeit für verschiedene Teile dieser Erde aufzeigte, sondern auch einen Einblick in verschiedene Konfliktpotentiale bot, welche der Klimawandel mit sich bringt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema Klimagerechtigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So wurde unter anderem darüber nachgedacht, wem Klimagerechtigkeit eigentlich zugutekommt und inwiefern das Nachdenken über Klimagerechtigkeit auch durch Bewegungen wie „Fridays for future“ in den Köpfen vieler Menschen angeregt wird. Passend hierzu wurden auch die konkreten Klimaschutzmaßnahmen Hamburgs diskutiert und kritisch hinterfragt. Eine weitere spannende Frage bezog sich zudem auf das Verhältnis von Mensch und Natur, so wurde danach gefragt, ob wir als Menschen eigentlich ein Gerechtigkeitsverhältnis zu Natur besitzen und ob diese als eines der Subjekte in die Klimadiskussionen eingebunden werden müsste.

Verdeutlicht wurde die Relevanz des Themas Klimagerechtigkeit an dem Praxisbeispiel „Creativ für Klimagerechtigkeit“, das die Frage nach Klimagerechtigkeit in verschiedene Schulen trägt. Kinder und Jugendliche aus Hamburger Schulen beschäftigen sich gemeinsam mit Gleichaltrigen aus dem globalen Süden mit der Frage, in was für einer Welt sie später leben möchten, hierzu werden Impulse gesetzt, die zum Nachdenken anregen und ein Konzept des ganzheitlichen Lernens, z.B. durch Tanz und Musik verfolgt.

Bei Brot und Wein fand der Abend einen geselligen Ausklang und einige Themen des Abends konnten in kleineren Runden noch weiter diskutiert werden. Am 10.01.20 wird der zweite Teil des MennoForums stattfinden, diesmal mit dem Fokus auf Klimafrieden.

Friederike Cord

>> Download Programmflyer mennoFORUM #22

KlimaFrieden – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 10. Januar 2020, ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg Dr. Marius van Hoogstraaten, neuer Pastor der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona, begrüsste ca. 70 Menschen, die sich zum Thema KlimaFrieden in der Mennonitenkirche versammelt hatten. Kooperationspartner dieser Veranstaltung im Rahmen des mennoForums Klimawandel war die Arbeitsstelle für Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg. Deren Engagement und Kompetenz in der Friedensforschung, verbunden mit dem hoffnungsvollen Ansatz der Mennoniten betonte Prof. Fernando Enns, der die Podiumsdiskussion auch moderierte. Dass der Klimawandel von Menschen verursacht ist, konnte Prof. Dr. Jürgen Scheffran von der Arbeitsgruppe Integrative Geographie der Universität Hamburg durch eine Auswertung der aktuellen Daten belegen. In Bezug auf die Verknüpfung zwischen Umwelt und Frieden/Krisen kann die durch Klimawandel nicht mehr sichergestellte Wasser- und Nahrungsmittelversorgung, können Wetterextreme und Fluchtbewegungen die Anpassungsmöglichkeiten der Menschen überfordern und zu Gewalt führen. Hier sollte die Bereitstellung natürlicher Ressourcen vonseiten der Menschen auf Bewahrung ausgerichtet sein. Daraus könne ein Gleichgewicht in Bezug auf die Ressourcenquellen (Bewahrung), die Machtprozesse (Gerechtigkeit), die Politik (Solidarität), die Verbesserung der Effizienz und die menschlichen Bedürfnisse gewonnen werden, um Frieden zwischen Mensch und Natur zu schaffen. So erfüllte Scheffran das Anliegen der meisten Versammelten, das sie in einer kurzen Meinungsäußerung am Anfang kundgetan hatten: „Ich bin heute Abend hier, weil ich den Zusammenhang von Klimawandel und Friedensbildung besser verstehen will.“ Auf das Podium traten zur Diskussion die Umweltpsychologin Dr. Stefanie Baasch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit der Universität Bremen, und Sam Schamp von der Bewegung „extinction rebellion“ (engl.: Rebellion gegen das Aussterben). Frau Baasch wies darauf hin, dass wir den Klimawandel nicht sensorisch wahrnehmen können und es sich um ein so komplexes Thema handelt, dass es Angst mache. Dies fordere die Verdrängung durch die Menschen heraus, v.a., weil ihr eigenes Verhalten ihnen Schuldgefühle bereite. Strategien sind dann Verleugnung, Informationen werden nur selektiv wahrgenommen, und es bestehe eine Tendenz, Änderungen zu meiden. Zur Illustration hatte sich bei der Eingangsbefragung eine große Mehrheit positiv zu der Feststellung „Der Klimawandel macht mir Angst“ und deutlich weniger zu „Ich habe in meinem Alltagsleben schon Dinge verändert aufgrund des Klimawandels“ geäußert. Ferner wurde im Podiumsgespräch hervorgehoben, dass sowohl der Klimawandel als ein Faktor Konflikte mitverursache, als auch Konflikte den Klimawandel beeinflussen. Viele, die wirtschaftlich noch nicht profitiert haben und keinen sozialen Ausgleich erlebt haben, halten an fossiler Energie fest. So stehen die Menschen gegeneinander, ebenso im demonstrativen Konsum. Aber nützt Konsumverzicht etwas? Baasch meint durchaus, dass eine sichtbare Änderung das soziale Umfeld beeinflusse, zu einer Änderung der Normen führen könne und zu einem Wertewandel. So ist das Individuum auch wichtig und das eigene Handeln am leichtesten zugänglich. Hier nun wies Eva Maria Neff, eine Aktivistin der „less waste“ – Bewegung, in ihren Praxisbeispielen nach, dass Verzicht auch Gewinn bedeuten könne, wenn man sich nach den Maximen refuse (ablehnen), reduce (Bestand minimieren/gebraucht kaufen), mehrfach nutzen, recycle (Mülltrennung) und rott (Kompostieren) richte. Anschließend verdeutlichten Diskussionsbeiträge Anreize der Politik, etwa finanzieller oder bildungspolitischer Art. Was wird subventioniert mit unseren Steuern? Es gelte, den alten Weg zu erschweren und den neuen leichter zu machen. Ein imperialer Impetus in Bezug auf afrikanische Länder beispielsweise dürfe daraus nicht abgeleitet werden. Fortschritt musste immer gegen Widerstände durchgesetzt werden (Ende der Sklaverei, Ende FCKW in Kühlschränken etc.). Extinction rebellion will mit zivilem Ungehorsam Druck auf die Politik ausüben. Prof. Scherran und Schamp wiesen abschließend darauf hin, dass Klimafrieden häufig mit sozialem Frieden auftrete, die Psychologin Baasch sprach das „mit sich selbst im Frieden leben“ an. Doris Franzbach – ATF
>> Download Programmflyer mennoFORUM #21

KlimaGerechtigkeit – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 29. November 2019 in der Mennonitenkirche Hamburg Am 29.11.19 fand das erste mennoForum des Wintersemesters 2019/2020 in der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona statt. Klimagerechtigkeit, hierzu wurde an diesem Abend gemeinsam mit der SPD Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, Dr. Judith Meyer-Kars von der Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche und Rebecca Froese vom Institut für Umweltwissenschaften und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an Universität Koblenz-Landau diskutiert, die Moderation übernahm Fernando Enns. Den ungefähr 60 Gästen wurde nach einer Begrüßung durch Pastor Markus Hentschel zunächst ein spannender Vortrag von Rebecca Froese zum Thema Klimagerechtigkeit geboten, der nicht nur die verschiedenen Ebenen von Klimagerechtigkeit wie zum Beispiel die Frage nach intergenerationeller Gerechtigkeit oder der Relevanz der Klimagerechtigkeit für verschiedene Teile dieser Erde aufzeigte, sondern auch einen Einblick in verschiedene Konfliktpotentiale bot, welche der Klimawandel mit sich bringt. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema Klimagerechtigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So wurde unter anderem darüber nachgedacht, wem Klimagerechtigkeit eigentlich zugutekommt und inwiefern das Nachdenken über Klimagerechtigkeit auch durch Bewegungen wie „Fridays for future“ in den Köpfen vieler Menschen angeregt wird. Passend hierzu wurden auch die konkreten Klimaschutzmaßnahmen Hamburgs diskutiert und kritisch hinterfragt. Eine weitere spannende Frage bezog sich zudem auf das Verhältnis von Mensch und Natur, so wurde danach gefragt, ob wir als Menschen eigentlich ein Gerechtigkeitsverhältnis zu Natur besitzen und ob diese als eines der Subjekte in die Klimadiskussionen eingebunden werden müsste. Verdeutlicht wurde die Relevanz des Themas Klimagerechtigkeit an dem Praxisbeispiel „Creativ für Klimagerechtigkeit“, das die Frage nach Klimagerechtigkeit in verschiedene Schulen trägt. Kinder und Jugendliche aus Hamburger Schulen beschäftigen sich gemeinsam mit Gleichaltrigen aus dem globalen Süden mit der Frage, in was für einer Welt sie später leben möchten, hierzu werden Impulse gesetzt, die zum Nachdenken anregen und ein Konzept des ganzheitlichen Lernens, z.B. durch Tanz und Musik verfolgt. Bei Brot und Wein fand der Abend einen geselligen Ausklang und einige Themen des Abends konnten in kleineren Runden noch weiter diskutiert werden. Am 10.01.20 wird der zweite Teil des MennoForums stattfinden, diesmal mit dem Fokus auf Klimafrieden. (Friederike Cord)

Das mennoFORUM-Archiv

Unsere Themen der vergangenen Jahre …

Wintersemester 19/20
Themenreihe:
Klimawandel – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

  • #22 „KlimaFrieden – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?“
  • #21 „KlimaGerechtigkeit – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?“

Wintersemester 18/19
Themenreihe: Neuer – Alter? – Rassismus

  • #19 „Martin Luther Kings unerfüllter Traum –
    Rassismus damals und heute“
  • #20 „Rassismus und Populismus –
    Einflüsse in Sprache und Medien“

Wintersemester 17/18
Themenreihe: „Sicherheit!“ – zu welchem Preis?
Das Bedürfnis nach Sicherheit und die Grundrechte im Widerstreit

  • #16 „„Innere Sicherheit!“ – welche Grundrechte geben wir
    dafür auf?“
  • #17 „„Äußere Sicherheit!“ – wird so Frieden?“
  • #18 „Das menschliche Grundbedürfnis nach Sicherheit –
    zwischen Verwundbarkeit und Wehrhaftigkeit“

Wintersemester 16/17
Themenreihe: Toleranz – eine unmögliche Tugend? Zwischen Populismus und „Political Correctness“

  • #13 „Ich habe nichts gegen Muslime, aber …“
  • #14 „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber …“
  • #15 „Ich bin kein Nationalist, aber …“

Wintersemester 15/16
Themenreihe: Reformation und Freiheit – aus täuferisch-mennonitischer Perspektive – im Dialog

  • #10 „Reformation und Glaubens-/Gewissensfreiheit“
  • #11 „Reformation und Migration“
  • #12 „Reformation und Gewaltfreiheit“

Wintersemester 14/15
Vorlesungsreihe:
Gewaltfreiheit und Gewalt in den Religionen Ringvorlesung im Dialog

Wintersemester 13/14
Themenreihe: Soziale Friede – Was ist gerecht

  • #7 „Was ist gerecht – in Deutschland?“
  • #8 „Was ist gerecht – in Hamburg?“
  • #9 „Was ist gerecht – in Europa?

Wintersemester 12/13
Themenreihe: Wie wird Versöhnung möglich?

  • #4 Vergeben und Vergessen? Wie wird Versöhnung möglich – nach systematischer, staatlicher Gewalt?
  • #5 Wie wird Versöhnung möglich – zwischen Gewalttätern, Opfern und der Gesellschaft?
  • #6 Wie wird Versöhnung möglich – die Kunst der Vergebung

Wintersemester 11/12
Themenreihe: Gerechten Frieden bilden

  • #1 Der „Arabische Frühling“ und unsere Verantwortung zur Friedensbildung
  • #2 „Von der Schulbank in den Krieg?“ Bundeswehr an der Schule
  • #3 „Afghanistan und kein Ende?“
 
 

Mennoniten stellen sich vor

Unsere Kirche steht in Altona-Nord und ist seit 1915 Heimat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona K.d.ö.R. Die Mennonitengemeinde gibt es seit 1601 in Altona. Unsere etwa 400 getauften (erwachsenen) Gemeindeglieder leben in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die Mennonitengemeinde gehört der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden K.d.ö.R. an, die Gründungsmitglied des ökumenischen Rates der Kirchen (öRK) ist.

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite – www.mennoniten-hamburg.de

Was uns Mennoniten ausmacht

  • Mennoniten sind eine Kirche der Reformation, hervorgegangen aus der Täuferbewegung im 16. Jahrhundert
  • Mennoniten werden zu den historischen Friedenskirchen gezählt, weil sie Gewalt grundsätzlich ablehnen und sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen
  • Mennoniten praktizieren die Erwachsenentaufe, weil sie die freiwillige Entscheidung und Verantwortung der Einzelnen respektieren wollen
  • Mennoniten verstehen Kirche zuerst als bekennende und gelebte Gemeinschaft der Gläubigen – im Dialog mit anderen
  • Die versammelte Gemeinde ist das wichtigste, entscheidungsgebende Organ – in allen Belangen

Ausführliche wissenschaftliche Artikel zu verschiedenen Themen mennonitischer Geschichte und Theologie finden Sie im Mennonitisches Lexikon (www.mennlex.de).

Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen

Theologie nach mennonitischem Verständnis ist nicht beschränkt auf die wissenschaftliche Disziplin, sondern immer auch Teil des kirchlichen Lebens. Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF) organisiert neben der Friedensforschung und der Ausbildung von PastorInnen und ReligionslehrerInnen Gastvorträge und Studientage, um Friedenstheologie und -ethik in einem internationalen Netzwerk von Instituten und Kirchen weiter zu entwickeln und Praxisfeldern auszusetzen.

Die ATF wurde 2006 gegründet und in den Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg integriert. Seit 2011 wird sie von der Förderstiftung der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) finanziert, unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg sowie dem Freundeskreis Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (Kontakt: Dr. Sigrid Wiebe, Windmühlenweg 42, 22607 Hamburg, Tel. 040 – 82 17 29)

Team ATF

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der ATF
Dipl. Theol. Julia Freund, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt

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