Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen · Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona KdöR

Das mennoFORUM

Das mennoForum ist eine Podiumsdiskussionsreihe, die von der Mennonitengemeinde in Altona in Kooperation mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF), der Universität Hamburg, veranstaltet wird.

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Informative Diskussionen

Unserer mennonitischen Identität als Friedenskirche folgend, öffnet das mennoFORUM einen Raum der Begegnung und des Dialogs. Aktuelle, gesellschaftsrelevante Herausforderungen sollen hier zur Sprache kommen und aus politischen und friedensethischen Perspektiven erörtert werden.

Hierzu laden wir Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen ein – aus dem universitären, kirchlichen und gesellschaftspolitischen Bereich. Sie ermöglichen uns ein informiertes Diskutieren. Zusätzlich wird jeweils ein praktisches Beispiel gelingender Friedensbildung vorgestellt.

Eingeladen sind alle Interessierten. Meinungsbildung und Identitätsstärkung kann nur in der Auseinandersetzung mit anderen gelingen.

Vor und nach der konzentrierten Information und Diskussion bietet sich Gelegenheit zu persönlichem Austausch bei Brot, Suppe und Wein.

mennoFORUM aktuell

Themenreihe 2019 / 2020

Klimawandel – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

>> Download Programmflyer mennoFORUM #22

KlimaFrieden – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 10. Januar 2020, ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg

Mit dem Wandel des Klimas verändern sich die Lebensbedingungen auf unserem Planeten. Wenn die Umweltexpert*innen Recht behalten, wird sich die Lage für große Teile der Menschheit verschlechtern.

In einigen Regionen wird das Trinkwasser knapp und Dürren werden die Landwirtschaft ruinieren. In anderen Regionen verursachen tropische Stürme bereits jetzt immense Schäden. Tiefer liegende Regionen sind durch den ansteigenden Meeresspiegel existenziell bedroht.
Angesichts der ohnehin vielerorts zu beobachtenden Spannungen entlang politischer, ökonomischer, sozialer, ethnischer oder religiöser Linien befürchten Fachleute und Politiker eine Zunahme von gewaltsamen Auseinandersetzungen in Folge des Klimawandels, da dieser bestehende Sicherheitsbedrohungen und vorhandene Verletzbarkeiten von Bevölkerungsgruppen verstärken wird.

Solche Konflikte in Folge der Erderwärmung bedrohen aber nicht mehr nur einzelne Staaten, sondern sie gefährden den Frieden ganz grundsätzlich. Das gilt besonders für Regionen, die heute schon durch Krisen und Konflikte geschwächt sind, Regionen in Afrika, im Nahen Osten, aber auch in Lateinamerika und Asien.

Es ist tatsächlich schwer abzusehen, wie dramatisch die Folgen des Klimawandels sein werden. Dass die Veränderungen des Klimas jedoch einen Effekt auf Krieg und Frieden haben werden, ist unter Expert*innen unstrittig.

Als (Friedens-) Kirche und in der Friedensforschung interessieren uns vor allem die Fragen der Konfliktursachen und möglichen gewaltfreien Friedensbildung. In beiden Feldern lassen sich unmittelbare Zusammenhänge zum rasant ablaufenden Klimawandel aufzeigen. – Das wollen wir besser verstehen! Und wir wollen wissen, inwiefern unser Verhalten dazu beitragen kann, dass Gerechtigkeit und Frieden auch durch ein verändertes Umweltbewusstsein gestärkt werden können.

Dazu haben wir uns wieder interessante Gesprächspartner‘innen aus der Forschung eingeladen und Menschen, die sich ganz praktisch für ein verändertes Umweltbewusstsein einsetzen.

Es diskutieren u. a.:

  • Professor Dr. Jürgen Scheffran
    Arbeitsgruppe Integrative Geographie, Fachbereich Geowissenschaften, Universität Hamburg
  • Dr. Stefanie Baasch
    Umweltpsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen
  • Sam Schamp
    Bewegung „extinction rebellion“, Hamburg
  • Mit Praxisbeispiel:
    Sophia Ziese, Zero Waste e.V., Berlin
  • Moderation:
    Prof. Dr. Fernando Enns, Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen, Universität Hamburg

Programm:
18:00 Uhr Ankommen, kleiner Imbiss
19:00 Uhr Thematischer Einstieg und Diskussion
21:00 Uhr Ausklang bei Brot und Wein

>> Download Programmflyer mennoFORUM #21

KlimaGerechtigkeit – Gerechtigkeit und Frieden im Wandel?

Freitag, 29. November 2019 in der Mennonitenkirche Hamburg

Am 29.11.19 fand das erste mennoForum des Wintersemesters 2019/2020 in der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona statt. Klimagerechtigkeit, hierzu wurde an diesem Abend gemeinsam mit der SPD Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, Dr. Judith Meyer-Kars von der Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche und Rebecca Froese vom Institut für Umweltwissenschaften und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an Universität Koblenz-Landau diskutiert, die Moderation übernahm Fernando Enns. Den ungefähr 60 Gästen wurde nach einer Begrüßung durch Pastor Markus Hentschel zunächst ein spannender Vortrag von Rebecca Froese zum Thema Klimagerechtigkeit geboten, der nicht nur die verschiedenen Ebenen von Klimagerechtigkeit wie zum Beispiel die Frage nach intergenerationeller Gerechtigkeit oder der Relevanz der Klimagerechtigkeit für verschiedene Teile dieser Erde aufzeigte, sondern auch einen Einblick in verschiedene Konfliktpotentiale bot, welche der Klimawandel mit sich bringt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema Klimagerechtigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So wurde unter anderem darüber nachgedacht, wem Klimagerechtigkeit eigentlich zugutekommt und inwiefern das Nachdenken über Klimagerechtigkeit auch durch Bewegungen wie „Fridays for future“ in den Köpfen vieler Menschen angeregt wird. Passend hierzu wurden auch die konkreten Klimaschutzmaßnahmen Hamburgs diskutiert und kritisch hinterfragt. Eine weitere spannende Frage bezog sich zudem auf das Verhältnis von Mensch und Natur, so wurde danach gefragt, ob wir als Menschen eigentlich ein Gerechtigkeitsverhältnis zu Natur besitzen und ob diese als eines der Subjekte in die Klimadiskussionen eingebunden werden müsste.

Verdeutlicht wurde die Relevanz des Themas Klimagerechtigkeit an dem Praxisbeispiel „Creativ für Klimagerechtigkeit“, das die Frage nach Klimagerechtigkeit in verschiedene Schulen trägt. Kinder und Jugendliche aus Hamburger Schulen beschäftigen sich gemeinsam mit Gleichaltrigen aus dem globalen Süden mit der Frage, in was für einer Welt sie später leben möchten, hierzu werden Impulse gesetzt, die zum Nachdenken anregen und ein Konzept des ganzheitlichen Lernens, z.B. durch Tanz und Musik verfolgt.

Bei Brot und Wein fand der Abend einen geselligen Ausklang und einige Themen des Abends konnten in kleineren Runden noch weiter diskutiert werden. Am 10.01.20 wird der zweite Teil des MennoForums stattfinden, diesmal mit dem Fokus auf Klimafrieden.

(Friederike Cord)

Das mennoFORUM-Archiv

Unsere Themen der vergangenen Jahre …

Wintersemester 18/19
Themenreihe: Neuer – Alter? – Rassismus

  • #19 „Martin Luther Kings unerfüllter Traum –
    Rassismus damals und heute“
  • #20 „Rassismus und Populismus –
    Einflüsse in Sprache und Medien“

Wintersemester 17/18
Themenreihe: „Sicherheit!“ – zu welchem Preis?
Das Bedürfnis nach Sicherheit und die Grundrechte im Widerstreit

  • #16 „„Innere Sicherheit!“ – welche Grundrechte geben wir
    dafür auf?“
  • #17 „„Äußere Sicherheit!“ – wird so Frieden?“
  • #18 „Das menschliche Grundbedürfnis nach Sicherheit –
    zwischen Verwundbarkeit und Wehrhaftigkeit“

Wintersemester 16/17
Themenreihe: Toleranz – eine unmögliche Tugend? Zwischen Populismus und „Political Correctness“

  • #13 „Ich habe nichts gegen Muslime, aber …“
  • #14 „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber …“
  • #15 „Ich bin kein Nationalist, aber …“

Wintersemester 15/16
Themenreihe: Reformation und Freiheit – aus täuferisch-mennonitischer Perspektive – im Dialog

  • #10 „Reformation und Glaubens-/Gewissensfreiheit“
  • #11 „Reformation und Migration“
  • #12 „Reformation und Gewaltfreiheit“

Wintersemester 14/15
Vorlesungsreihe:
Gewaltfreiheit und Gewalt in den Religionen Ringvorlesung im Dialog

Wintersemester 13/14
Themenreihe: Soziale Friede – Was ist gerecht

  • #7 „Was ist gerecht – in Deutschland?“
  • #8 „Was ist gerecht – in Hamburg?“
  • #9 „Was ist gerecht – in Europa?

Wintersemester 12/13
Themenreihe: Wie wird Versöhnung möglich?

  • #4 Vergeben und Vergessen? Wie wird Versöhnung möglich – nach systematischer, staatlicher Gewalt?
  • #5 Wie wird Versöhnung möglich – zwischen Gewalttätern, Opfern und der Gesellschaft?
  • #6 Wie wird Versöhnung möglich – die Kunst der Vergebung

Wintersemester 11/12
Themenreihe: Gerechten Frieden bilden

  • #1 Der „Arabische Frühling“ und unsere Verantwortung zur Friedensbildung
  • #2 „Von der Schulbank in den Krieg?“ Bundeswehr an der Schule
  • #3 „Afghanistan und kein Ende?“
 
 

Mennoniten stellen sich vor

Unsere Kirche steht in Altona-Nord und ist seit 1915 Heimat der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona K.d.ö.R. Die Mennonitengemeinde gibt es seit 1601 in Altona. Unsere etwa 400 getauften (erwachsenen) Gemeindeglieder leben in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die Mennonitengemeinde gehört der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden K.d.ö.R. an, die Gründungsmitglied des ökumenischen Rates der Kirchen (öRK) ist.

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite – www.mennoniten-hamburg.de

Was uns Mennoniten ausmacht

  • Mennoniten sind eine Kirche der Reformation, hervorgegangen aus der Täuferbewegung im 16. Jahrhundert
  • Mennoniten werden zu den historischen Friedenskirchen gezählt, weil sie Gewalt grundsätzlich ablehnen und sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen
  • Mennoniten praktizieren die Erwachsenentaufe, weil sie die freiwillige Entscheidung und Verantwortung der Einzelnen respektieren wollen
  • Mennoniten verstehen Kirche zuerst als bekennende und gelebte Gemeinschaft der Gläubigen – im Dialog mit anderen
  • Die versammelte Gemeinde ist das wichtigste, entscheidungsgebende Organ – in allen Belangen

Ausführliche wissenschaftliche Artikel zu verschiedenen Themen mennonitischer Geschichte und Theologie finden Sie im Mennonitisches Lexikon (www.mennlex.de).

Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen

Theologie nach mennonitischem Verständnis ist nicht beschränkt auf die wissenschaftliche Disziplin, sondern immer auch Teil des kirchlichen Lebens. Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF) organisiert neben der Friedensforschung und der Ausbildung von PastorInnen und ReligionslehrerInnen Gastvorträge und Studientage, um Friedenstheologie und -ethik in einem internationalen Netzwerk von Instituten und Kirchen weiter zu entwickeln und Praxisfeldern auszusetzen.

Die ATF wurde 2006 gegründet und in den Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg integriert. Seit 2011 wird sie von der Förderstiftung der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) finanziert, unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg sowie dem Freundeskreis Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (Kontakt: Dr. Sigrid Wiebe, Windmühlenweg 42, 22607 Hamburg, Tel. 040 – 82 17 29)

Team ATF

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite

Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der ATF
Dipl. Theol. Julia Freund, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt

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